Firmung

Die Firmung findet normalerweise innerhalb einer Heiligen Messe statt. Im römischen Ritus beginnt die Firmung mit einem Eröffnungsgebet und der Erneuerung des Taufversprechens durch die Firmlinge. Anschließend breitet der Firmspender die Hände über dem Firmling aus und betet um die Herabkunft des Heiligen Geistes und die Vermittelung der Gaben des Heiligen Geistes. Dann legt er die rechte Hand auf den Kopf des Firmlings und zeichnet ihm mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. Er spricht dazu: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Während der Firmung legt der Firmpate als Zeichen seiner Unterstützung seine Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. Es folgen ein abschließendes Gebet und der Segen sowie anschließend die Feier der Eucharistie.

Zeichen der Firmung:

- Die Salbung mit Chrisam:

Die Salbung mit Chrisam ist wichtigstes Zeichen des Firmsakramentes. Das Chrisam ist eine Mischung aus Olivenöl und Balsam. Ölbaum und Balsamstaude wachsen im Vorderen Orient, zu dem das Heilige Land gehört. Jesus trägt den Namen Christus "der Gesalbte". In der Kraft des Heiligen Geistes wird Jesus Christus Mensch, geboren von der Jungfrau Maria. Im Heiligen Geist verkündet Jesus das Reich Gottes und zeigt sein Kommen an durch machtvolle Taten. Wenn ihr gesalbt werdet, ist das ein Zeichen dafür, dass Gott auch euch die Gabe seines Geistes schenkt. Durch die Salbung werdet ihr im vollen Sinn Glieder des neuen Volkes Gottes, beauftragt, Gottes Liebe allen Völkern zu bezeugen, ähnlich seinem Sohn Jesus Christus. 

- Das Kreuzzeichen:

Im Zeichen des Kreuzes werdet ihr besiegelt. Das Kreuz erinnert an das Leiden, das uns erlöst hat. Es ist deshalb aber auch Zeichen des Sieges und Zeichen der Hoffnung für uns. Wen Gottes Hand führt, dem bleibt Leid nicht erspart. Aber sein Leid hat schon teil an Gottes Herrlichkeit.

- Die Handauflegung:

Wenn der Bischof die Hand auflegt, ruft er die Kraft des Heiligen Geistes herab. So stellt er jeden unter die Obhut dieses Geistes, damit der Geist Gottes ihn geleitet durch sein ganzes Leben.

- Der Friedensgruß:

Jedem Gefirmten gibt der Bischof den Friedensgruß. Er spricht zu ihm: „Der Friede sei mit dir!“ So erinnert der Bischof an den Ostergruß Christi an seine Jünger.

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