Unsere Pfarrkirche  St. Ulrich

Die Pfarrkirche im Ortszentrum ist auch das geistige Zentrum der katholischen Kirchengemeinde und bietet Platz für rd. 500 Besucher. Sie wird im Jahr 1299 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nach einem Brand wurde die Kirche im Jahr 1738 neu gebaut. Verschiedene Renovationen und Umbauten führten zum heutigen Erscheinungsbild. Der Turm ist mit 35m eines der höchsten Bauwerke von Wehingen.

Geweiht wurde die Kirche nach dem heiligen Bischof Ulrich. Er wurde im Jahre 890 in Augsburg geboren. 50 Jahre übte er das Bischofsamt aus. Er war Berater von Königen und Kaiser und kümmerte sich liebevoll um arme und notleidende Menschen. Berühmt wurde Ulrich durch seinen gewaltlosen Sieg über die Ungarn anno 955. Er starb 973 und wurde als erster Mensch von der Kirche heiliggesprochen. 

Wir begehen seinen Gedenktag jeweils am 4. Juli.

Er wird dargestellt mit einer Figur im Altarraum. Er trägt die bischöflichen Insignien Hirtenstab und Mitra. Außerdem trägt er die Bibel und einen Fisch.

St. Ulich ist Schutzpatron der Fischer.

Außerhalb der Messfeier ist der Tabernakel der Mittel- und Orientierungspunkt der Kirche, denn in ihm wird der Leib Christi in Gestalt des Brotes (Hostien) aufbewahrt.

Das rote "ewige Licht" sagt uns: Dieser Tabernakel ist von göttlichem Leben erfüllt. Wer tagsüber kommt, spürt die Anwesenheit des Allgegenwärtigen.

Der Altar ist während der Heiligen Messe das Zentrum des Gotteshauses.

Seine Schalenform erinnert uns an das Abendmahl – an das Kreuzesopfer Jesu.

Der Altar, Ambo und die Tabernakelstele sind Arbeiten von Eduard Schnell aus Fridingen (1976).  Das verwendete Material nennt sich "Basalttuff" und wird im Hessischen abgebaut.

Die Orgel stammt ursprünglich aus dem Jahr 1760 und wurde einige Male erneuert und umgebaut.

Ein besonderes Kunstwerk sind die drei Chorfenster im Altarraum. Sie stammen von Wilhelm Geyer aus Ulm. Folgende Szenen werden eindrucksvoll dargestellt:

 

Chorfenster links:

- Heilige Geist

- Die Muttergottes, gekennzeichnet mit Rose, Lilie und zwei Engel

- Die drei Weisen aus dem Morgenland

- Die Hochzeit von Kana

 

Chorfenster Mitte:

- Christusthron

- Christus mit den Jünger Petrus (mit Schlüssel) und Paulus (mit Bibel)

-Kreuzigungsgruppe

 

Chorfenster rechts:

- Die Krone Christi

- Der Hl. Ulrich

- Gang zum Ölberg

- Fußwaschung der Apostel

Die zwei Seitenaltäre in typisch barokem Baustil beinhalten zum einen die Gottesmutter Maria mit Strahlenglanz (um 1500) und zum anderen den Hl. Josef (um 1730) jeweils mit dem Jesuskind.

Die Kanzel stammt, wie die Seitenaltäre aus der Barockzeit (um 1720/30). Ausgeschmückt ist sie mit dem Engel der Verkündigung, mit der Taube als Symbol des  Hl. Geistes sowie den Symbolen der 4 Evangelisten:

Matthäus = Engel (Abstammung)

Markus = Löwe (Rufer in der Wüste)

Lukas = Stier (Kraft und Stärke)

Johannes = Adler (seine Worte wie Schwingen des Adlers

An der Brüstung ist die Darstellung des guten Hirten (Jesus).

An den Seitenwänden befinden sich 14 Bild-Stationen des Kreuzweges von Jesus. Sie wurden um 1950 von Johannes Wohlfahrt aus Rottenburg/Neckar gemalt.

Die Kreuzigungsgruppe oben an der linken Seitenwand ist datiert um 1750. Rechts neben Jesus befindet sich die Gottesmutter Maria und links der Lieblingsjünger Johannes.

In der Kirche befinden sich zahlreiche Figuren. 

Detailierte Informationen finden Sie in der linken Rubrik "Figuren oder unter dem

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Im Turm befinden sich 4 unterschiedliche Glocken. Sie wurden von der Firma "Bachert" in Karlsruhe in Anwesenheit des damaligen Pfarrers Norbert Bentele und Mitglieder des Kirchengemeinderates gegossen. Die Glockenweihe wurde von den Weihbischof Franz-Josef Kuhnle am 06. November 2005 durchgeführt.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie in der linken Rubrik "Glocken" oder unter folgendem LINK.

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